Nicht nur für die Augen: Vitamin A

16. Oktober 2017 | Expertentipp | Ohne Kommentare

Den meisten ist das fettlösliche Vitamin A vor allem ein Begriff als das Vitamin für die Augen. Es ist ein Bestandteil der Sehpigmente, die für das Dämmerungssehen sowie das Sehen bei Helligkeit und von Farben notwenig sind. Doch Vitamin A erfüllt noch weitere wichtige Aufgaben. Im Immunsystem fördert es u. a. die Bildung von Antikörpern gegen Krankheitserrreger und die Bildung von Fress- und Killerzellen. Es ist ein wichtiger Faktor bei der Fortpflanzung und Kindesentwicklung im Mutterleib, da eine normale Zellteilung ohne das Vitamin nicht möglich ist. Auch gesunde Schleimhäute und deren Abwehrfunktion sind von Vitamin A abhängig.

Bei einer ausgewogenen Ernährung kommt es in der Regel nicht zu einem Mangelzustand. Die besten natürlichen Quellen sind Milch, Milchprodukte und Eier. Den höchsten Gehalt bei tierischen Lebensmitteln finden wir in Leber, da diese als Speicherorgan für das Vitamin A fungiert. Darüber hinaus kann der menschliche Organismus aus zahlreichen Carotinoiden selber Vitamin A herstellen. Diese Stoffe werden deshalb auch als Provitamin A bezeichnet. Carotinoide sind orange, rotorange und rote Farbstoffe in vielen farbigen Gemüsen. Das heißt, auch Vegetarier und Veganer haben keinen Mangel zu befürchten, wenn sie regelmäßig diese Gemüse auf ihrem Speisenplan haben. Mangel droht insbesondere bei sehr einseitiger Ernährung mit dem Verzicht auf vorgenannte Lebensmittel, bei häufigem Nahrungsverzicht aufgrund von Erkrankungen oder Diäten oder bei verringerter Fettaufnahme und Fettverwertungsstörungen.

Mein Tipp: Insbesondere bei Diäten, einseitiger Ernährung sowie in der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch solltet Ihr auf eine ausreichende Zufuhr von Carotinoiden achten. Wenn Euch die entsprechenden Lebensmittel nicht zusagen, könnt Ihr auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, die in der Regel Provitamin A enthalten. Das „fertige“ Vitamin A ist als Nahrungsergänzung weniger geeignet und mit Vorsicht zu genießen. Aufgrund seiner Fettlöslichkeit kann es sich im Körper anreichern und bei Überdosierung toxisch wirken. Lasst Euch am besten in der Apotheke Eures Vertrauens beraten.

Herzlichst Euer Apotheker Andreas Binninger

ApoPhysio oHG Andreas Binninger & Dennis Gülden

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