Faszienmobilisation

2. Februar 2017 | Sport | 8 Komentaren

Auch wir kommen um dieses Thema nicht herum. Beginnend mit dem Fascia Research Congress 2007 an der Harvard Medical School in Boston um Dr. Robert Schleip, hielten die Faszien ihren Einzug in die Welt der Therapeuten, Ärzte, Trainer und natürlich der Patienten.

Heute gibt es Faszienkurse, Faszientraining, Faszienrollen…..

Besonders wertvoll finde ich die Forschung, welche noch lange nicht abgeschlossen ist für das Thema der Faszienbehandlungen im Rahmen der verschiedenen Therapiekonzepte für Jung und Alt. Richtig verstanden und angewandt, profitieren nahezu alle „Patientengruppen“ von der Arbeit an bzw. mit dem Fasziensystem.

Aber sind diese faszialen Strukturen wirklich neu? Nein, natürlich nicht. Sie nehmen aber Dank der Forschung immer mehr Stellenwert in der Medizin ein. Schon Dr. Andrew Taylor Still (1928-1917) hat über die Faszien geschrieben und ihnen damals schon einen sehr großen Stellenwert eingeräumt, natürlich unter anderen Gesichtspunkten als heute. Aber was sind nun die Faszien? Wozu dienen diese Strukturen? Können wir die Faszien beinflussen oder beinflussen die Faszien sogar uns Menschen? Diese und andere Fragen wollen wir in der nächsten Zeit mit einer Artikelserie beantworten. Außerdem werden wir uns mit den besonderen körperlichen Belastungen bei verschiedenen Sportarten und deren Zusammenhängen mit den Faszien beschäftigen.

 

Bei Wikipedia findet sich folgende Definition:

Faszie (auch Fascie, Entlehnung aus dem Lateinischen fascia für „Band“, „Bündel“) bezeichnet die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes, die den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk durchdringen. Hierzu gehören alle kollagenen faserigen Bindegewebe, insbesondere Gelenk- und Organkapseln, Sehnenplatten (Aponeurosen), Muskelsepten, Bänder, Sehnen, Retinacula (sogenannte „Fesseln“ beispielsweise an den Füßen) sowie die „eigentlichen Faszien“ in der Gestalt von flächigen, festen Bindegewebsschichten wie die Plantarfaszie an der Fußsohle. (1)

Einige Autoren verwenden gelegentlich eine engere Fasziendefinition, wonach nur flächige Strukturen als Faszien bezeichnet werden. Je nach Autor gehören dann Aponeurosen, Retinacula, die Fascia superficialis (Unterhaut-Fettgewebe) oder das intramuskuläre Bindegewebe mit dazu – oder auch nicht. Seit dem ersten internationalen Fascia Research Congress im Jahr 2007[2] haben sich die führenden Experten in diesem Feld auf den oben formulierten umfassenderen Faszienbegriff geeinigt. Diese neue Definition von Faszien ist im Wesentlichen deckungsgleich mit dem, was der Laie unter „Bindegewebe“ versteht (im Unterschied zum Mediziner, für den beispielsweise Knochen oder Knorpel ebenfalls Bindegewebe sind).[2]

Wie oben beschrieben, haben die Faszien also veschiedene Aufgaben im Körper.

Sie trennen und verbinden zugleich. Wenn wir bei einem Menschen alle Strukturen bis auf die Faszien entfernen würden, bliebe unsere äußere Erscheinung erhalten. Die Faszien übertragen die mechanischen Kräfte im Körper und sorgen im Zusammenspiel mit der Muskulatur und Teilen des Nervensystems für einen optimalen Bewegungsablauf im Körper. Durch ihre starke Präsenz im Körper, können sie allerdings auch Fehlstellungen und „falsche“ Bewegungsmuster initiieren und dadurch zu Schmerzen und Mehrbelastung auf die verschiedenen Körpersysteme führen. Außerdem dienen die Faszien als „Leitsystem“ für Gefäße, Nerven und das Lymphsystem. Faszien schützen aber auch unseren Körper, sowohl mechanisch als auch immunologisch. (3)

 

Literaturnachweis:

1./2. Fascia Research Congress Boston 2007/Wikipedia 3. NSF Konzept Dennis Gülden 2014

 

Faszienmobilisation

 

 

Faszienmobilisation:

  • Ihr sitzt im Langsitz auf dem Boden und überkreuzt die Beine.
  • Der Kopf wird gebeugt ( Kinn Richtung Brustbein ) und die Hände liegen locker auf den Beinen.
  • Nun bewegt ihr die Hände und den Oberkörper in Richtung der Füße, die Beine bleiben möglichst gestreckt.
  • Ihr haltet diese Position 30-60 Sekunden und wechselt dann das andere Bein nach oben.
  • Dies wiederholt ihr 2 mal pro Seite.

Mit dieser Übung mobilisiert ihr die gesamte hintere Faszienkette, plus Muskulatur und Anteile des Nervensystems.

 

Dennis Gülden, Physiotherapeut, Osteopathie BAO, Kinderosteopathie, Personal Trainer, Dozent

8 Kommentare
  1. Faszien Hamburg
    Faszien Hamburg says:

    Guter Beitrag, ich konzentriere mich in Hamburg voll auf die Faszien und auf die, durch den Alltag hervorgerufen Verkürzungen. Faszientraining ist als konsequente Verantwortung elementar.

    Antworten
  2. Faszien Hamburg
    Faszien Hamburg says:

    Guter Beitrag, ich konzentriere mich in Hamburg voll auf die Faszien und auf die, durch den Alltag hervorgerufen Verkürzungen. Faszientraining ist als konsequente Verantwortung elementar.

    Antworten

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