Fünf Tibeter - Der 2. Ritus

Heute geht es weiter mit der zweiten Übung aus der Reihe die Fünf Tibeter. Nehmt euch bitte ein paar Minuten Zeit, um die Übung in Ruhe auszuführen. Dieser Bewegungsablauf wirkt sich nicht nur auf den Rücken aus, sondern ihr trainiert nebenbei auch die Bauchmuskulatur. Wie bereits in der vergangenen Woche angemerkt, könnt ihr sie deshalb auch als einzelne Übung ausführen. Wer mag, kann sie aber gleich auch schon mit dem 1. Ritus zusammen machen. Die beiden Riten sollten dann unmittelbar nacheinender trainiert werden. Viel Spaß!

Ausgangsstellung

- Ihr liegt bequem auf dem Rücken, am besten auf einer Matte.
- Die Beine liegen gerade ausgestreckt, die Arme legt ihr seitlich an den Oberkörper, den Kopf legt ihr entspannt ab.

Ausführung

- Beginnt die Übung mit einer tiefen Ausatmung.
- Anschließend atmet ihr tief in den Bauch ein, dabei hebt ihr langsam Kopf und Beine gleichzeitig an, die Beine bleiben dabei gestreckt.
- In der Endposition zeigen die Beine nach oben und das Kinn liegt auf der Brust.
- Haltet kurz inne und senkt dann Beine und Kopf langsam wieder ab, dabei atmet ihr wieder aus.

Was für viele sehr ungewohnt ist ist, dass bei der Anspannung, also beim Anheben von Kopf und Beinen, eingeatmet wird. Normalerweise unterstützt man Kraftanstrengungen mit einer Ausatmung. Die Übung macht ihr zu Beginn insgesamt fünfmal, danach solltet ihr euch ein wenig auslockern. Später könnt ihr die Übung auch öfter machen, ganz nach Belieben.

Ganz wichtig, der Rücken bleibt während der Übung auf dem Boden. Ihr sollt nicht ins Hohlkreuz gehen, weil der Rücken sonst zu stark belastet wird!
Wenn ihr Schwierigkeiten damit habt, weil ihr eine schwach ausgeprägte Bauchmuskulatur habt, empfiehlt es sich, die Beine nur leicht anzuheben und ggf. über ein zusätzliches Bauchmuskeltraining nachzudenken. Übungen dazu findet ihr ebenfalls hier im Blog.

Alles Liebe und bleibt sportgesund!

Euer Apotheker Andreas Binninger

Wann ist Nahrungsergänzung für Sportler sinnvoll?

Der Markt an Nahrungsergänzungsmitteln wächst weiter. Stetig kommen neue Produkte in den Handel, auch für Sportler. Der Erfolg der Produkte ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass viele Menschen den Wunsch nach mehr Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Vitalität verspüren und die eigene Ernährung als unzureichend oder ungesund empfinden.
Ein alter Spruch lautet „Du bist, was du isst“. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Salat und Obst ist die Basis für eine gesunde Lebensführung und sollte für jeden das Ziel sein. Nahrungsergänzungsmittel sollten das bleiben, was der Name schon sagt, nämlich eine Ergänzung dort wo Defizite bestehen. Diese können zum Beispiel durch sehr einseitige, vitalstoffarme (Fast Food) oder zu saure Ernährung, Nahrungsverzicht sowie durch chronische Erkrankungen oder Medikamente entstehen.

Der Grundsatz einer ausgewogenen Ernährung gilt natürlich auch für den Sportbereich. Wer leichteren sportlichen Aktivitäten nachgeht, hat nur einen geringfügig erhöhten Bedarf und kann diesen problemlos mit gesunder Nahrung decken. Zu den leichteren Aktivitäten gehören beispielsweise kurze lockere Laufeinheiten, Yoga, Gymnastik, moderates Krafttraining oder ein gemütlicher Radausflug. Anders sieht es aus, wenn ihr sehr intensiv, leistungsorientiert oder über mehrere Stunden eurer Sportart nachgeht. Der Bedarf des Körpers an Makro- und Mikronährstoffen steigt hierbei deutlich an. Diesen während des Sports ausschließlich mit Nahrungsmitteln zu decken, ist in der Regel wenig praktikabel. Zum einen fehlt die Zeit, in Ruhe zu essen, zum anderen belasten komplexe Mahlzeiten das Verdauungssystem, machen müde und träge. Kleine Mengen Banane, Apfel oder Orange gehen, enthalten aber nicht alle Nährstoffe. Hier können entsprechende Produkte gezielt eingesetzt werden, um einem Leistungseinbruch, Unwohlsein und möglichen Gesundheitsstörungen vorzubeugen.

Ein häufiges Problem, besonders bei hohen Temperaturen, ist das starke Schwitzen. Der damit verbundene Wasser- und Mineralienverlust sollte zeitnah ausgeglichen werden. Da reines Wasser zu wenig Kochsalz und andere Mineralien enthält, ist es nicht optimal zum Ausgleich großer Schweißverluste. Hier empfiehlt sich als Nahrungsergänzung ein fertiger isotoner Sportdrink oder eine Mineralbrausetablette. Diese gibt es mit und ohne Vitaminzusatz. Darüber hinaus können auch Kohlenhydrate enthalten sein. Ich persönlich mag Produkte mit künstlichen Aromen und Süßstoffen nicht gerne, vor allem wegen des unangenehmen Nachgeschmacks und bleibe lieber ausschließlich beim Wasser, wozu ich Kochsalz- und Mineraltabletten einnehme. Diese sind nicht nur geschmacksneutral, sondern darüber hinaus klein, leicht mitzunehmen und Wasser findet man in der Regel überall. Auch auf der Kostenseite ist man damit günstiger, als mit fertigen Isodrinks.

Bei erhöhter körperlicher Aktivität steigt auch der Verbrauch an Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren, Kohlenhydraten und Fetten. Unser Stoffwechsel ist sehr komplex. An vielen Stellen „arbeiten“ Vitamine Hand in Hand, können Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate nicht ohne diverse Vitamine und Spurenelemente umgesetzt werden. Ich halte deshalb nicht so viel davon, nur einzelne Substanzen zu ergänzen, sondern den Körper besser ganzheitlich zu versorgen. Eine sinnvolle Nahrungsergänzung für Sportler sollte von allen Makro- und Mikronährstoffen etwas enthalten. Infrage kommen u.a. Sportlersnacks wie Haferriegel, Fruchtschnitten, Energie- und Eiweißriegel sowie Eiweißdrinks, die ggf. mit Nährstoffen angereichert wurden.

Dennoch gibt es Umstände, die den gezielten Einsatz von Monopräparaten (nicht nur für Sportler) rechtfertigen. So sollte ein Magnesiummangel, der sich mit häufigen Muskelkrämpfen äußern kann, mit einem höher dosierten Magnesiumpräparat kurmäßig behandelt werden. Für Veganer macht die Ergänzung von Vitamin B12 Sinn und Menschen mit Veranlagung zur Schilddrüsenunterfunktion, ist eine Vorsorge mit Jodtabletten zu empfehlen.

Mein Tipp: Auch für Nahrungsergänzungsmittel gilt, viel hilft nicht viel. Vitamine, Spurenelemente und Mineralien können überdosiert werden. Wer zum Beispiel vitaminisierte Sportriegel isst, sollte nicht auch noch vitaminisierte Getränke zu sich nehmen. Am besten ist, ihr lasst euch vor Ort vom Apotheker eures Vertrauens beraten. Mit ihm zusammen könnt ihr euren Bedarf ermitteln und passende Produkte zusammenstellen.

Bleibt sportgesund!

Euer Apotheker Andreas Binninger

Fruchtig erfrischender Grüntee-Smoothie

Schnell, lecker und erfrischend - so lieben wir unsere Smoothies im Sommer. Wir haben den neuen Trend der sogenannten „Tee Smoothies“ ausprobiert und sind so begeistert, dass wir direkt unsere eigene Kreation gezaubert haben. Was ihr für unsere Variante benötigt, lest ihr jetzt.

Zutaten für 2 Portionen:

200ml Mandel- oder Reisdrink
1/4 TL Vanille (-extrakt)
2 reife Bananen
1 Tasse NOWEDA FÜR MICH Tee Lebensfreude


Zubereitung:

Denn Tee aufgießen und ein paar Minuten ziehen lassen. Zusammen mit den übrigen Zutaten in einen Mixer geben oder gründlich mit dem Pürierstab durchmixen. Die cremige Masse sofort genießen.

Unser Tipp: Für das Plus an Erfrischung an heißen Tagen, fügt dem dem Smoothie Eiswürfel hinzu und garniert ihn mit etwas gezupfter Minze!

Mhh! Viel Spaß beim Ausprobieren.

Fünf Tibeter - Der 1. Ritus

In dieser und den nächsten vier Wochen möchte ich euch eine Übungsfolge zeigen, die sich die Fünf Tibeter nennt. Ihr wird nachgesagt, dass sie den Körper verjüngen kann. Das mag jeder selber ausprobieren. Fest steht auf jeden Fall, dass sie Energieblockaden in der Wirbelsäule löst, Energien freisetzt und die Lebensgeister weckt. Im Anschluss fühlt man sich fit und vital, weshalb ihr am besten mit den Übungen den Tag beginnt. Wenn Ihr Zeitmangel habt, könnt ihr jede Übung für sich alleine ausführen. Das heißt auch, ihr müsst nicht auf die nächsten Übungen warten, um zu beginnen. Für einen optimalen Erfolg, solltet ihr euch jedoch am besten jeden Tag die Zeit für die komplette Folge nehmen, sobald ihr alle Übungen kennt. Und nun zum ersten Ritus:

Ausgangsstellung

- Ihr steht gerade aufrecht und streckt Eure Arme waagerecht zu den Seiten.

Ausführung

- Dreht euch im Uhrzeigersinn, also rechts herum, schnell um die eigene Achse, die Arme lasst ihr dabei weiter zur Seite zeigen.
- Um nicht zu schnell schwindelig zu werden, nutzt den Trick der Balletttänzer: Lasst eure Augen so lange wie möglich nach vorne schauen und dreht dann schnell den Kopf herum, so dass die Augen schon wieder nach vorne blicken, bevor der Körper ganz herum ist.
- Ihr werdet wahrscheinlich trotzdem in der Anfangszeit recht schnell Schwindel verspüren. Versucht zu Beginn fünf Umdrehungen oder weniger. Mit der Zeit werdet Ihr mehr schaffen.

Alles Liebe und bleibt sportgesund!

Euer Apotheker Andreas Binninger