Negative Sit-Ups für die Bauchmuskeln

Wir alle kennen die klassischen Übungen für die geraden Bauchmuskeln, die Sit-Ups.

Meist werden sie aus einer flach liegenden Position heraus ausgeführt, die Beine angewinkelt oder aufgestellt. Wer es gerne etwas schwieriger hätte, kann alternativ sogenannte negative Sit-Ups durchführen. Dies könnt ihr natürlich im Fitnessstudio an einer Schrägbank machen oder wie in unserem Beispiel auch unterwegs.

 

Ausführung:

  • Ihr sucht euch eine schiefe Ebene, eine Schräge, an der ihr die Übung ausführen könnt.
  • Ihr startet aus der negativen Position, das heißt der Kopf und der Oberkörper sind tiefer als die Beine.
  • Aus dieser Position führt ihr einen klassischen Sit-Up aus.
  • Die Arme sind dabei entweder vor dem Oberkörper überkreuzt, die Hände befinden sich an den Schläfen oder wer noch eine weitere Steigerung wünscht, kann die Arme auch gestreckt neben dem Kopf halten.

Sit-Up1
Sit-Up2

Die Sit-Ups wiederholt ihr je nach Fitnessgrad über 30-60 Sekunden lang, in drei Sätzen, mit 60-90 Sekunden Pause dazwischen.

Viel Spaß.

 

Dennis & Andreas ApoPhysio oHG www.apophysio.de

Anis und Fenchel für mehr Wohlbefinden

Die einjährige Pflanze Pimpinella Anisum und die mehrjährige Pflanze Foeniculum vulgare, gehören wie der Kümmel zur Familie der Doldenblüter. Typisch sind die kleinen, einsamigen, hartschaligen Früchte, die äußerlich eine Rippenstruktur aufweisen. Anis- und Fenchelfrüchte sind reich an ätherischen Ölen, von denen sich ein Großteil in den Rippen der Früchte befindet. Ihre Verwendung als Gewürz und gegen verschiedene Gesundheitsstörungen, reicht weit in die Antike zurück. Will man, dass sich die Aromen und Wirkungen optimal entfalten, sollte man die Früchte kurz vor der Verwendung anstoßen, damit die ätherischen Öle leichter austreten.

Anis schmeckt süßlicher, als der etwas herbere Fenchel, weshalb er gerne in Backwaren und Spirituosen verwendet wird. Sein Hauptinhaltsstoff Anethol regt die Bewegung der Flimmerhärchen in den Bronchien an. Dadurch wirkt er schleimlösend bei Bronchialerkrankungen. Weitere, für viele Pflanzen mit ätherischen Ölen typische Eigenschaften des Anis sind krampflösende, verdauungsfördernde, entblähende, antibakterielle und antientzündliche.

Fenchel ähnelt dem Anis in seinen Eigenschaften und im Geschmack da er ebenfalls einen hohen Anteil Anethol in seinem ätherischen Öl aufweist. Wobei hier noch einmal unterschieden wird in süßen Fenchel, mit Anethol-Anteilen von über 80 % im ätherischen Öl, und bitteren Fenchel, mit Anethol-Anteilen von 30 bis maximal 75%. Die blähungstreibende Wirkung des Fenchels ist stärker ausgeprägt, als die des Anis, die schleimlösende ist vergleichbar. Ein uraltes Rezept bei Husten ist der sogenannte Fenchelhonig, eine sirupartige Zubereitung aus Fenchel und Honig.

Mein Tipp: Viele Menschen klagen heutzutage über Beschwerden im Magen-Darmbereich, wie Völlegefühl, Blähungen, saurem Aufstoßen und Krämpfen. Die Ursachen können recht unterschiedlich sein. Verzehr von Fast Food, zu schnelles und hektisches Essen, Verzehr von Hülsenfrüchten, etc. Wenn Sie unter solchen Beschwerden leiden, trinken Sie doch mal regelmäßig Kräutertees, die Anis und Fenchel enthalten, zum Essen. Seit es seit ein paar Jahren wieder einen Trend in Richtung Kräutertee gibt, sind zahlreiche Teemischungen mit Anis und/oder Fenchel entstanden, die geschmacklich angenehm und spannend sind. Natürlich gibt es auch immer noch den Klassiker „Anis, Fenchel, Kümmel“, der neben reinem Fencheltee weiterhin gerne für Kleinkinder und Säuglinge eingesetzt wird. Am besten lassen Sie sich beim nächsten Besuch in Ihrer Apotheke vor Ort einmal zeigen, welche Vielfalt es inzwischen gibt.

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger

ApoPhysio oHG Andreas Binninger & Dennis Gülden www.apophysio.de

Therabandtraining für Oberkörper und Beine

Habt ihr euch seit unserer letzten Übung schon ein Theraband besorgt? Wenn nicht, dann aber los jetzt, denn heute gehts schon wieder weiter mit unseren Übungen. Die Bänder sind nicht teuer, extrem vielseitig und eine lohnende Investition. Falls ihr nicht wisst, wo es die Bänder zu kaufen gibt, ihr könnt sie unter anderem in eurer Apotheke vor Ort bekommen.

Nachdem wir uns in der letzten Übung um die Arme gekümmert haben, werden in der heutigen Übung primär der Oberkörper und die Beine angesprochen.

 

Ausführung:

  • Ihr startet aus der Rückenlage und geht in die so genannte Brücke, das heißt ihr hebt das Becken von der Unterlage ab.
  • Das Theraband greift ihr ungefähr Schulterbreit und streckt die Arme zur Decke, das Band wird unter Spannung gehalten.
  • Diese Position haltet ihr ca. 30–60 Sekunden, bei 3 Sätzen und jeweils 60 Sekunden Pause.

 

Theraband_Oberkörper1

Theraband_Oberkörper2

Theraband_Oberkörper3

Varianten:

  • Ihr bewegt die Arme nach vorne und hinten, ebenfalls ca. 60 Sekunden lang.
  • Ihr streckt jeweils ein Bein auf Kniehöhe des anderen Beines aus, den Fuß zieht ihr nach oben.
  • Ihr macht kleine Schritte auf der Stelle im Wechsel rechts und links.

 

Dennis & Andreas ApoPhysio oHG www.apophysio.de

Risikofaktor Folsäuremangel

Das wasserlösliche Vitamin Folsäure erfüllt im menschlichen Organismus seine Aufgabe als Coenzym bei zahlreichen lebenswichtigen Stoffwechselvorgängen. Besonders hervorzuheben ist seine Bedeutung für die Zellneubildung und das Zellwachstum. Folsäure ist u.a. am Aminosäurenstoffwechsel und der Bildung unserer Erbanlage, der DNA, beteiligt. Ein Folsäuremangel führt zu Störungen der Blutbildung und gestörter Bildung bzw. Regeneration unserer Schleimhautzellen. Aufgrund dieser zentralen Bedeutung wirkt sich eine chronische Unterversorgung mit Folsäure zwangsläufig negativ auf die Allgemeingesundheit sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit aus. Eine der gravierendsten bekannten Folgen von Folsäuremangel ist der offene Rücken bei neugeborenen Kindern. Er entsteht bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft, wenn die werdende Mutter mit dem Vitamin unterversorgt ist.

Eine Erkenntnis, die noch recht neu in der Wissenschaft ist, ist die Bedeutung von Folsäuremangel für Erkrankungen der Herzkranzgefäße und als Risikofaktor für Schlaganfälle. In unserem Organismus fällt ständig als Zwischenprodukt unseres Eiweißstoffwechsels die Aminosäure Homocystein an. Wir wissen inzwischen, dass diese Aminosäure die Innenwand unserer Blutgefäße schädigen kann und damit einen möglichen Auslöser für Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden darstellt. Folsäure ist der wichtigste Faktor bei der Entgiftung des Homocysteins. Ein Mangel lässt den Homocysteinspiegel ansteigen.

Wie kann Folsäuremangel entstehen? Folsäure ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Allem voran in grünem Blattgemüse und Salaten. Doch das Vitamin ist hoch licht- und temperaturempfindlich. Durch falsche Lagerung und falsche Zubereitung geht ein Großteil der Folsäure in unserer Nahrung verloren. Hinzu kommt, dass viele Menschen ohnehin viel zu wenig Salat und Gemüse essen. Darüber hinaus wird Folsäure vermehrt durch verschiedene Medikamente, Alkoholkonsum und hohe körperliche Beanspruchung verbraucht.

In der Vergangenheit galt Folsäure neben Vitamin D als das Vitamin, mit dem die deutsche Bevölkerung am schlechtesten versorgt ist (siehe Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II, 2008). Nach aktuellen Erhebungen soll das nicht mehr der Fall sein. Ich habe da meine Zweifel, da ich nicht nachvollziehen kann, wo diese plötzliche Veränderung herrühren sollte.

 

Mein Tipp: Schwangere Frauen und Frauen mit Kinderwunsch sollten auf jeden Fall, auch wenn sie sich vermeintlich gesund ernähren, vorbeugend Folsäure zum Schutz des ungeborenen Kindes einnehmen. Darüber hinaus empfehle ich allen, die es nicht schaffen regelmäßig frischen Salat und frisches Gemüse zu essen, ebenfalls vorsorglich Folsäure einzunehmen. Welche Produkte geeignet sind, wird Ihnen der Apotheker Ihres Vertrauens gerne zeigen.

 

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger

ApoPhysio oHG Andreas Binninger & Dennis Gülden www.apophysio.de