L-Carnitin

Der Name Carnitin stammt von carne, dem lateinischen Wort für Fleisch, ab. Und wie der Name vermuten lässt, findet sich L-Carnitin beim Menschen u. a. reichlich in Herz und Muskeln. Es hat einen entscheidenden Einfluss auf die Fettverbrennung. Mit Hilfe von L-Carnitin gelangen langkettige Fettsäuren in unsere Zellkraftwerke, die Mitochondrien, wo sie zu Energie „verbrannt“ werden. L-Carnitin hat darüber hinaus einige weitere wichtige Funktionen. Neben dem Fettstoffwechsel, unterstützt es auch den Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel. Ferner besitzt es antientzündliche und antioxidative Eigenschaften.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass die alleinige L-Carnitin-Einnahme schlank macht. Es wird gerne behauptet, L-Carnitin rege die Fettverbrennung an. Das ist Quatsch. Die Fettverbrennung wird durch körperliche Aktivität angeregt. Dass dabei Fettdepots schmelzen, daran ist Carnitin allerdings beteiligt.

L-Carnitin in Lebensmitteln kommt in größeren Mengen insbesondere in tierischen Produkten, vor allem Fleisch, vor. Obst und Gemüse enthalten dahingegen nur sehr wenig. L-Carnitin ist nicht essentiell für den Menschen, denn unseren normalen täglichen Bedarf können wir selber bilden. Seine Bildung ist aber abhängig von verschiedenen Co-Faktoren, wie z. B. Eisen, Vitamin C, den essentiellen Aminosäuren Lysin und Methionin sowie B-Vitaminen. Eine unzureichende Aufnahme dieser Stoffe über die Ernährung, kann zu einer verminderten L-Carnitinbildung im menschlichen Körper führen. Das ist zum Beispiel bei sehr einseitiger überwiegend auf Kohlehydraten basierender Ernährung der Fall, oder bei streng vegetarischer oder veganer Ernährung. Bei diesen Ernährungsformen ist je nach Nahrungsmittelzusammenstellung die Zufuhr von Lysin, Methionin und Eisen sehr reduziert. Bei gänzlichem Verzicht auf tierische Produkte, ist zusätzlich zwangsläufig auch noch die Aufnahme „fertigen“ Carnitins aus der Nahrung vermindert. Wer vegan oder streng vegetarisch leben möchte, sollte deshalb unbedingt Wert auf eine hochwertige Eiweißversorgung zum Beispiel durch Hülsenfrüchte legen. Hülsenfrüchte sind zudem eine gute pflanzliche Eisenquelle. (siehe auch Blogartikel „Eisenmangel“ vom 24. Juli 2017)

Bei intensiven, insbesondere lang andauernden körperlichen Belastungen, steigt der L-Carnitinbedarf in unserem Organismus aufgrund seiner vielfältigen Funktionen erheblich an. Dabei wird die Substanz nicht nur verbraucht, sondern auch über Schweiß und Urin ausgeschieden. Eine externe Zufuhr von L-Carnitin über die Ernährung kann einem akuten Mangel unter Belastung vorbeugen und helfen, dass Stoffwechselvorgänge wie die Fettverbrennung weiter optimal ablaufen.

 

Mein Tipp: Im Rahmen einer Gewichtsreduktionsdiät sorgt L-Carnitin in Verbindung mit ausreichender körperlicher Aktivität für eine gute Fettverbrennung. Wenn Sie sich carnitinarm ernähren, können Sie auf entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. Und für den Mahlzeitenersatz sind Produkte empfehlenswert, die auch L-Carnitin enthalten. Lassen Sie sich am besten vom Apotheker Ihres Vertrauens beraten.

 

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger

 

ApoPhysio oHG Andreas Binninger & Dennis Gülden www.apophysio.de

Kraft-/Ausdauerkombination

In der heutigen Fitnessübung zeigen wir euch eine Kombination aus klassischen Liegestützen mit Strecksprüngen. Sie hat Ähnlichkeit mit den Burpees, die wir euch bereits gezeigt haben. Für diese Übung braucht ihr jedoch mehr Platz. Viel Spaß!

Ablauf:
- Ihr startet aus der klassischen Liegestützposition.
- Nun bewegt ihr euch in der Liegestützposition vorwärts.
- Dies macht ihr je nach Platzangebot über eine Strecke von ca. 10 Metern.
- Am Ende der Strecke führt ihr 5-10 Liegestützen aus.
- Nun begebt ihr euch direkt in den Stand.
- Jetzt geht ihr in eine mittlere Kniebeuge und springt etwas nach oben und nach vorne.
- Diese Strecksprünge wiederholt ihr ebenfalls über eine Strecke von ca. 10 Metern.

Nach 60-90 Sekunden Pause, wiederholt ihr die Übungskombination 3 Mal.
Achtet bei den Sprüngen darauf, dass ihr nicht mit durchgestreckten Kniegelenken landet, sondern dass die Beine leicht gebeugt sind.

Dennis & Andreas ApoPhysio oHG www.apophysio.de
Kombiübung1
Kombiübung2
Kombiübung3
Kombiübung4
Kombiübung5

Eisenmangel

Eisen benötigen wir, um Sauerstoff über das Blut zu transportieren. Des Weiteren ist Eisen Bestandteil zahlreicher wichtiger Enzyme im menschlichen Organismus. Eisenmangel führt deshalb zwangsläufig zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit und verminderter Leistungsfähigkeit. Niedrige Eisenwerte sind weiter verbreitet, als man vermuten würde. Frauen verlieren größere Mengen Eisen besonders im Rahmen der monatlichen Regelblutungen. Sportlich sehr aktive Menschen verlieren Eisen in größeren Mengen über Schweiß, Urin und Mikroblutungen des Magen-/Darmtraktes, aufgrund der hohen körperlichen Beanspruchung. Bis zu 80% der Langstrecken laufenden Frauen und 30% der Männer sollen von zu niedrigen Eisenwerten betroffen sein.

Neben den zuvor genannten Ursachen für Eisenverluste, spielen Ernährungsfaktoren als Ursache für Eisenmangel eine große Rolle. Eine rein vegane oder vegetarische Ernährung kann Eisenmangel begünstigen, obwohl pflanzliche Lebensmittel zum Teil einen höheren Eisengehalt als tierische Lebensmittel aufweisen. Er liegt bei Hülsenfrüchten zum Beispiel bei etwa 5 bis 7mg Eisen je 100g Lebensmittel, wohingegen Fleisch nur zwischen etwa 1,5 und 3mg Eisen je 100g hat. Der Hintergrund ist, dass Eisen aus pflanzlichen Quellen schlechter von unserem Organismus aufgenommen wird, als aus tierischen Quellen. Auch der häufige Verzehr von Fertiggerichten oder anderen Lebensmitteln wie Cola, die einen hohen Phosphatgehalt aufweisen, vermindert die Eisenaufnahme. Ferner Lebensmittel mit einem hohen Gerbstoffgehalt, wie Kaffee und Tee. Sie sollten besser mit wenigstens zwei Stunden Abstand zu Eisenlieferanten eingenommen werden.

Die tägliche Eisenzufuhr wird mit circa 10mg für erwachsene Männer und 15mg für erwachsene Frauen vor der Menopause angegeben. Bei regelmäßigen hohen Ausdauerbelastungen, liegt der Bedarf etwa doppelt so hoch. Um Eisenmangel über die Ernährung vorzubeugen, empfiehlt sich ein regelmäßiger Verzehr von rotem Fleisch, Fisch und Geflügel. Wer auf tierische Lebensmittel verzichten möchte, sollte auf jeden Fall Hülsenfrüchte und Hafer auf seinem Speisenplan stehen haben. Bei den Gemüsen sind Feldsalat, Spinat, Möhren und Fenchel gute Eisenlieferanten, mit Werten von 2 bis 4mg je 100g. Vitamin C-reiche Speisen und Getränke, z.B. ein Orangensaft, steigern die Aufnahme von Eisen im Darm und sind deshalb die idealen Begleiter zu Eisenlieferanten. Mit bis zu 15mg Eisengehalt nimmt übrigens Kakao einen Spitzenplatz bei den Lebensmitteln ein. Also gönnen Sie sich ruhig mal ein Stück dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil.

Mein Tipp: Ohne nachgewiesenen Eisenmangel, sollten Sie nicht auf eigene Faust vorbeugend hoch dosierte Eisenpräparate einnehmen. Gängige Arzneimittel mit 50 oder mehr Milligramm Eisen sind nur dazu gedacht, einen akuten Eisenmangel zu beheben und sollten auch nur kurzfristig eingenommen werden. Bei langfristiger Einnahme können sie zu erhöhten Eisenspiegeln im Körper führen, die Gesundheitsschäden zur Folge haben. Wer einem ernährungsbedingten Eisenmangel vorbeugen möchte oder sportlich sehr aktiv ist, sollte auf niedrig dosierte Mineralstofftabletten oder speziell auf die Bedürfnisse sportlich aktiver Menschen abgestimmte Produkte zurückgreifen.

Lassen Sie sich am besten vom Apotheker Ihres Vertrauens beraten.

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger ApoPhysio oHG Andreas Binninger & Dennis Gülden www.apophysio.de

Chia Pudding mit Mango, Kokosmilch und ProSence Line

Chiasamen zählen nicht umsonst zu einem der beliebtesten Superfoods. Sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren, Protein und Eisen, unterstützen die Verdauung und bieten so eine gute Abwechslung zu Leinsamen. Das Besondere an ihnen: Sie quellen auf, wenn sie mit Flüssigkeit vermischt werden und sorgen so für eine cremige Konsistenz von vielen Speisen. So auch bei diesem leckeren Frühstücksrezept, was sich super schon am Abend zuvor vorbereiten lässt und für einen leichten Start in den Tag sorgt.

 

Zutaten für zwei Portionen:

  • 350 ml Kokosmilch
  • 5-6 EL Chiasamen
  • 2 TL 2 TL ProSence Line
  • ½ Mango
  • Kokosraspeln
  • Etwas Honig oder Agavendicksaft nach Belieben

 

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Zubereitung:

Die Kokosmilch mit den Chiasamen und ProSence Line vermischen. Anschließend für mindestens 30 Minuten (gerne aber auch über Nacht) in den Kühlschrank stellen und quellen lassen. Kurz vor dem Verzehr die Mango klein schneiden, unter den Pudding rühren und das Ganze mit Kokosflocken bestreuen.