Bauchpower für unterwegs

Heute zeigen wir euch wieder eine kombinierte Übung zur Oberkörperstabilisierung mit dem Schwerpunkt Bauchmuskulatur.

 

Ausführung:

  • Ihr startet aus dem Sitz, die Beine sind etwas angehoben und an den Füßen überkreuzt.
  • Die Arme verschränkt ihr vor dem Oberkörper, linke Hand zur rechten Schulter und umgekehrt.
  • Nun bewegt ihr euren Oberkörper etwas nach hinten.
  • Aus dieser Position dreht Ihr euch im Wechsel etwas nach rechts und links und haltet diese Position jeweils ca. 2 Sekunden und wiederholt dies 10–15 Mal.

 

Bauchpower1 Bauchpower2 Bauchpower3

 

Als Bauchspezial lässt sich diese Übung sehr gut mit den klassischen Sit-Up’s, der Plank und dem Seitstütz kombinieren.

 

Dennis & Andreas, ApoPhysio oHG, www.apophysio.de

Richtig trinken beim Sport

Die erste große Hitzewelle haben wir bereits hinter uns und einige weitere warme Wochen dürften noch folgen. Bei Wärme verlieren wir deutlich mehr Flüssigkeit durchs Schwitzen, als wir ohnehin schon beim Sport verlieren. Die richtige Flüssigkeitszufuhr ist deshalb jetzt bei Wärme besonders wichtig, damit unsere Gesundheit keinen Schaden nimmt. Das Thema Trinken wird immer wieder „heiß“ diskutiert. Verschiedene Empfehlungen der Vergangenheit haben dazu geführt, dass etliche Sportler tendenziell eher zu viel als zu wenig trinken. Eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr, insbesondere mit Getränken, die zu wenig Natrium enthalten, kann jedoch zu einer Verdünnung der Körperflüssigkeit außerhalb der Zellen führen. Hierdurch fällt der Natriumspiegel unter den Normwert, obwohl noch ausreichend Natrium im Körper vorhanden ist. Typische Anzeichen dieser Verdünnung können Schwindel, Übelkeit und Schwellungen sein. Bei starker Verdünnung drohen Kopfschmerzen, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen.

Idealerweise sollte man so viel trinken, wie man durch das Schwitzen und die normale Urinausscheidung verliert. Diese Menge kann annähernd ermittelt werden, indem man sich vor und nach einer Trainingseinheit, bei der man nicht trinkt, und anschließendem Wasser lassen wiegt. Der Gewichtsverlust in Gramm ergibt dann in etwa die verlorene Flüssigkeitsmenge in Millilitern. Diese Menge sollten Sie während des Sports zu sich nehmen. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass der Magen innerhalb einer Stunde nicht mehr als 800ml Flüssigkeit an den Darm abgeben kann. Verlieren Sie deutlich mehr an Flüssigkeit in diesem Zeitraum, droht bei längeren sportlichen Aktivitäten daher früher oder später ein Füssigkeitsdefizit, das man dann nur noch mit ausreichenden Trinkpausen ausgleichen kann.

Über den Schweiß verliert man an erster Stelle viel Kochsalz. An zweiter Stelle folgt Kalium. Calcium und Magnesium werden mit Abstand in deutlich geringeren Mengen verloren. An letzter Stelle stehen die Spurenelemente. Geeignete Getränke für Sportler sollten aus diesem Grund auf jeden Fall Kochsalz enthalten. Die anderen Mineralien können, müssen aber nicht zwingend alle enthalten sein.

Am besten für einen raschen Flüssigkeitsausgleich geeignet sind isotonische Sport-Getränke. Sie werden am schnellsten, bereits im Dünndarm, aufgenommen. Etwas langsamer werden hypotone Getränke aufgenommen. Dazu zählen Leitungswasser, Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees. Sie haben jedoch den Nachteil, dass ihr Salzgehalt unzureichend ist, weshalb sie nur zum Ausgleich kleinerer Flüssigkeitsmengen geeignet sind.

Völlig ungeeignet für einen raschen Flüssigkeitsausgleich sind hypertone Getränke wie Cola, Limonaden, unverdünnte Säfte, Energiedrinks und Malzbier. Sie müssen erst im Dünndarm mit Wasser, das dem Körper entzogen wird, verdünnt werden.

Mein Tipp: Die fertigen Isogetränke sind nicht jedermanns Sache. Ich persönlich mag den Geschmack auch nicht sonderlich. Wenn Sie für den Sport wie ich Wasser oder eines der anderen hypotonen Getränke bevorzugen, sollten Sie zu größeren Flüssigkeitsmengen Salz- und Mineraltabletten hinzu einnehmen. Diese bekommen Sie in jeder Apotheke. Lassen Sie sich am besten vom Apotheker Ihres Vertrauens beraten.

 

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger

Rückenheben mit Oberkörperdrehung

Heute ein Klassiker aus den Freeweightübungen.

 

Ausführung:

  • Ihr startet aus der Bauchlage, die Hände befinden sich an den Schläfen.
  • Die Beine sind angehoben.
  • Nun dreht ihr den Oberkörper im Wechsel nach rechts und links.
  • Anschließend bewegt ihr im Wechsel jeweils einen Arm nach vorne und wieder zurück.
  • Dies wiederholt ihr 10-15 mal pro Seite.

 

Rückenheben1

Rückenheben2

Rückenheben3

Rückenheben4

Rückenheben5

Mit dieser Übung trainiert ihr eure Rücken-/ und Schultermuskulatur.

 

Dennis & Andreas

Warum Beratung auch bei Kräutertee wichtig ist

Kräutertees sind beliebt. Es gibt sie u.a. in Supermärkten, Drogeriemärkten, Reformhäusern, Naturkostläden und Apotheken. Die Bandbreite reicht von erfrischenden Genusstees über ayurvedische Gewürz- und Kräutertees bis hin zu Arzneitees für die gezielte Linderung und Behandlung von Erkrankungen. Weil es sich um reine Naturprodukte handelt, wird immer noch allzuoft von Verbrauchern angenommen, dass es sich dabei um grundsätzlich harmlose Produkte handeln würde, die von jedem Menschen ohne Einschränkung getrunken werden können. Dem ist nicht so. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle Kräutermischungen, die Süßholz oder entwässernde Kräuter wie z. B. Brennnesselblätter, Ackerschachtelhalmkraut oder Birkenblätter enthalten. Sie können in größeren Mengen getrunken zu Kaliumverlusten führen, die für Menschen mit bestimmten Herzerkrankungen problematisch werden können. Insbesondere wer Herzrhythmusstörungen hat oder bereits im Rahmen einer Therapie entwässernde Medikamente nimmt, sollte sehr vorsichtig im Umgang mit solchen Kräutermischungen sein.

 Ein Punkt, über den Verbraucher oft nicht informiert sind, ist der Unterschied zwischen einem Tee in Lebensmittelqualität und einem Arzneitee. Für Arzneitees zur Linderung oder Behandlung von Erkrankungen gibt es genaue Vorgaben, welcher Mindestgehalt an wirksamen Bestandteilen in einem Tee enthalten sein muss, damit dieser auch ausreichend wirkt. Ein sehr schönes Beispiel für den Unterschied zwischen Lebensmittel und Arzneimittel ist Kamille. In zahlreichen Verbrauchermärkten wird sehr günstig Kamillentee angeboten. Hierbei handelt es sich um ein Lebensmittel. Neben Kamillenblüten ist in der Regel auch Kamillenkraut enthalten. Das hat zwei Gründe. Zum einen wird der Tee durch Verschnitt mit Kraut billiger. Zum anderen schmeckt das Kamillenkraut süßlicher, im Gegensatz zu den reinen Kamillenblüten, die bitter schmecken. Die arzneilich wirkenden ätherischen Öle finden sich jedoch fast ausschließlich in den Blüten, sodass diese Kamillentees weniger wirksam sind als ein echter Kamillenblütentee. In der Tat macht hier der Preis einen erheblichen Unterschied in der Wirkung.

Mein Tipp: Apotheker lernen während ihres Studiums alles rund um die Identifizierung, Qualität und Wirkung von Arzneikräutern. Wenn Sie aufgrund bestehender Erkrankungen unsicher sind, ob ein Tee für Sie geeignet ist, einen Tee für eine bestimmte Erkrankung suchen, nicht wissen, ob Sie einen Tee z. B. aufgrund von Allergien oder einem empfindlichen Magen vertragen können, sind Sie beim Kauf von Tees in der Apotheke hervorragend aufgehoben. Lassen Sie sich am besten vom Apotheker Ihres Vertrauens persönlich beraten.

 Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger