Achtsamkeit

Im heutigen Beitrag geht es mal nicht nur um körperliche Aspekte des Trainings sondern darum dem Körper und dem Geist Zeit zur Erholung zu geben.

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Erfolgen, dem Aufstieg im Job und damit häufig auch verbunden - mehr Geld. Das ist auch nicht verwerflich. Alles im Leben kostet Geld und dafür müssen die meisten von uns arbeiten. Wir tragen Verantwortung für unsere Familien, unsere Partner oder auch "nur" für uns selbst. Das Hamsterrad läuft und läuft und läuft...

Davon betroffen sind wir alle. Es sind nicht nur die gesellschaftlich erfolgreichen die diesen Kampf führen. Auch die Menschen die täglich jeden Euro umdrehen und überlegen wie sie sich die Miete oder die Wünsche der Kinder leisten können. Jeder von uns ist betroffen auf seine eigene Weise.

Immer noch gibt es Unternehmen in denen die maximale Anwesenheit zählt, wo Kollegen verstört auf die Uhr schauen, wenn man pünktlich gehen muss, vielleicht um die Kinder zu versorgen.

Auch im Training finden wir diese Situationen wieder. Wie? Du bist heute nur einen 10ner gelaufen? Den Marathon nicht unter 4 Stunden? Merkwürdige Kommentare von "Fachleuten" in den sozialen Netzwerken wenn die geposteten Zeiten noch Luft nach oben lassen.

Bitte versteht das nicht falsch. Jeder der mit Freude Sport treibt und auch auf Ziele hinarbeitet hat meinen größten Respekt, denn das mache ich ja selber auch. Häufig erleichtern gesteckte Ziele auch das tägliche Leben, beruflich wie privat. Sie sollten jedoch erreichbar sein und uns nicht in weitere Abhängigkeiten und Stresssituationen bringen. Lernen wir etwas achtsamer mit uns umzugehen und ja, wir dürfen auch mal Nein sagen wenn uns danach ist. Lasst zwischendurch mal die Sportuhr zu Hause und schaltet das Smartphone aus. Genießt den Lauf oder welches Training ihr auch gerade absolviert ohne Druck. Nehmt die Umgebung, die Natur und die anderen Menschen wahr. Ihr werdet sehen, es macht Spaß und weniger Stress...

Achtet auf euch!

 

Atemübung nach Dr. Robert Fulford:

Sitzen Sie gerade auf einem Stuhl, die Füße schulterbreit davor auf den Boden stellen, die Unterarme auf die Oberschenkel legen. Legen Sie die Zungenspitze unmittelbar hinter die oberen Schneidezähne an den Gaumen.

Mund schließen und durch die Nase tief einatmen, die Lunge voll öffnen, danach langsam durch den geöffneten Mund wieder ausatmen.

Die Zunge bleibt beim Ausatmen am Gaumen liegen.

Insgesamt sieben mal nacheinander die Atemübung durchführen.

 

Dennis Gülden, Physiotherapie, Osteopathie BAO, Kinderosteopathie, Dozent

Vogelbeeren - Eine natürliche Vitamin C-Quelle

Hat man Ihnen auch als Kind gesagt, dass Vogelbeeren giftig sind und Sie sie deshalb keinesfalls essen sollten? Dieser Irrglaube hält sich hartnäckig bis heute.

Vogelbeeren sind die Früchte der Eberesche. Der Baum wird seltener wegen der Beeren kultiviert, sondern findet sich zumeist als Ziergehölz zum Beispiel an Straßenrändern oder als Wildwuchs in Wäldern. Zu Unrecht, denn die Beeren enthalten mit ca. 100 mg je 100 g reichlich Vitamin C und den diabetikerfreundlichen Zuckeralkohol Sorbitol, der etwa halb so süß wie Saccharose ist und nicht den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Wie viele andere orange oder rote Früchte und Gemüse auch, enthalten Vogelbeeren ferner Carotine, die als Vorstufe für die körpereigene Vitamin A-Produktion dienen und deshalb für die Sehkraft wichtig sind.

Richtig ist allerdings, dass Vogelbeeren Parasorbinsäure enthalten, eine Säure, die stark magenreizend wirkt und Unwohlsein auslöst. Lässt man die Früchte überreif werden oder kocht sie, wird die Säure jedoch abgebaut und die Beeren werden verträglich. Die kleinen, kugeligen, orangeroten Früchte können zu Konfitüre, alkoholischen Getränken oder Sirupen verarbeitet werden. Gekocht und getrocknet können sie auch pur verzehrt oder als Tee verwendet werden.

Es wird oft gesagt, dass natürliches Vitamin C (Ascorbinsäure) besser sei, als künstliches. Das ist so pauschal nicht richtig. Beide erfüllen im Körper den gleichen chemischen Zweck. Der Unterschied liegt in den sekundären Pflanzenfarbstoffen, die das natürliche Vitamin C begleiten. Wir wissen heute, dass einige von ihnen die antioxidative Wirkung unterstützen oder sogar verstärken können.

Mein Tipp: Wenn Sie auf der Suche nach einer natürlichen Vitamin C-Quelle sind, halten Sie doch einmal nach Produkten mit Vogelbeeren Ausschau, zum Beispiel einen Früchtetee. Aufgrund des hohen Gehaltes bleibt trotz Hitzeeinwirkung nach dem Aufguss immer noch einiges an Vitamin C erhalten und wenn es wieder wärmer wird, lässt sich Früchtetee wunderbar als erfrischendes Kaltgetränk einsetzen.

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger

Burpees

Burpees sind wohl eine der am wenigsten beliebten Übungen aus dem freien Training. Ursprünglich als eine Art Leistungstest für das amerikanische Militär von einem Arzt entwickelt, sind die Burpees heute Bestandteil jedes guten Trainings. Sie sind eine Kombination aus Kraft, Kondition, Feinmotorik und sensomotorischen Impulsen. Burpees könnt ihr als einzelne Übung, als Bestandteil einer Übungsserie oder als Zwischeneinheit zum Beispiel beim Laufen nutzen. Die Übung kombiniert Hock-Streck-Sprünge mit einem Push Up, dem klassischen Liegestütz.

Ihr trainiert also die komplette Rumpfmuskulatur, die Beine inklusive dem Gesäßmuskel und euer Herz-Kreislauf System. Neben diesen Effekten sind die Burpees auch ein "Fettkiller".

 

 

 

burpees

 

 

Ausführung:

  • Ihr startet aus dem Stand und geht in die Kniebeuge, die Hände neben die Füße.
  • Nun springt ihr in die Liegestützposition und bewegt den Körper etwas nach unten zum Boden.
  • Aus der Liegestützposition springt ihr zurück in die Hocke.
  • Aus der Hocke führt ihr einen Strecksprung aus und bringt beide Hände hinter den Kopf.

 

 

Burpees exercise for whole body on white background. Healthy lifestyle. Workout for endurance. From fat to skinny.

 

Als "Anfänger" ist es ratsam zu Beginn die Bewegungsabfolge langsam zu üben, evtl. ohne Sprung. Wichtig ist, dass ihr während des Bewegungsablaufs immer eine gute Ganzkörperspannung haltet. Die Burpees können als schnelle Bewegungsabfolge hintereinander ausgeführt werden, was deutlich mehr Effekt auf das Herz-Kreislauf System hat oder gerade zu Beginn etwas langsamer. Ihr "arbeitet" euch langsam über die Zeit nach oben, 30 - 60 Sekunden Belastung ist ein sehr guter Wert, die Pausen liegen bei 60 - 120 Sekunden, 3-4 Sätze.

 

Dennis Gülden, Physiotherapeut, Osteopathie BAO, Kinderosteopathie, Personal Trainer, Dozent

Selen

Mit dem Element Selen beschäftigt uns heute ein weiteres Spurenelement, ohne das der Mensch nicht leben kann. Die Ironie der Natur will es, dass dieser Stoff, wie auch die anderen Spurenelemente, in größeren Mengen für unseren Organismus gesundheitsschädlich ist. Trotzdem findet sich Selen in jeder Körperzelle und -flüssigkeit. Ohne Selen geht nichts. Es ist Bestandteil zahlreicher Eiweiße und Enzyme und ein wichtiger Faktor bei der körpereigenen Entsorgung freier Radikale, die vermehrt bei intensiver körperlicher Betätigung oder verschiedenen Erkrankungen entstehen. Ferner aktiviert es die Schilddrüsenhormone, die eine entscheidende Rolle im menschlichen Energiehaushalt spielen, wirkt entgiftend in der Leber, hemmt die Vermehrung von Viren, wirkt entzündungshemmend und unterstützt den Körper bei der Abtötung entarteter Zellen und schützt damit vor der Entstehung von Krebs. Ein Mangel an Selen kann das Immunsystem erheblich schwächen. Weil die Böden in Deutschland selenarm sind, enthalten viele unserer Nahrungsmittel von Hause aus sehr wenig dieses Spurenelementes. Selbst mit einer ausgewogenen Ernährung, wird die von der DGE empfohlene tägliche Zufuhr von bis zu 70 µg Selen in der Regel nicht erreicht. Meine pflanzliche Lieblingseiweißquelle Linsen enthält etwa 10 µg Selen je 100 g. Weitere gute pflanzliche Quellen sind Hafer und Naturreis mit etwa 10 µg und Sojabohnen mit fast 20µg Selen je 100 g. Gängige Obst- und Gemüsesorten enthalten in der Regel nur 1 bis 2 µg und tragen fast nichts zur täglichen Versorgung bei. Die besten Selenquellen sind Fleisch und Fisch mit durchschnittlich 30 µg Selen je 100 g Lebensmittel. Thunfisch hat sogar etwa 80 µg. Die absoluten Top-Quellen sind Paranüsse mit etwa 100 µg und Kokosnüsse mit sagenhaften 800µg. Wie Sie an den Werten sehen können, sollten Veganer und Vegetarier besonders großen Wert auf gute, nichttierische Selenquellen legen

Mein Tipp: Wenn Sie zur Gewichtsreduktion einen Mahlzeitenersatz verwenden, achten Sie darauf, dass dieser auch Selen enthält. Bei veganer oder streng vegetarischer Ernährung macht es Sinn, über eine Nahrungsergänzung nachzudenken, wenn Sie mit der Zusammenstellung Ihrer Nahrungsmittel keine ausreichende Selenversorgung erreichen. Lassen Sie sich am besten vom Apotheker Ihres Vertrauens beraten

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger