Curcuma der gesunde Exot

Curcuma, auch Gelbwurzel genannt, gehört zur Pflanzenfamilie der Ingwergewächse. Bekannt ist Curcuma vor allem als Bestandteil von Curryrezepturen, es wird jedoch auch als einzelnes Gewürz eingesetzt. Curcuma ist weniger scharf als Ingwer und hat einen sehr charakteristischen, würzig aromatischen Geruch. Die Verwendung von Curcuma ist eines von vielen Beispielen, wie der Mensch seit Jahrtausenden durch Würzen seiner Speisen nicht nur den Geschmack verbessert, sondern auch seine Mahlzeiten mit Vitalstoffen anreichert, die seiner Gesundheit zuträglich sind. Geerntet wird der Wurzelstock, der etwa 7% ätherisches Öl enthält, das für einen Teil der gesundheitsfördernden Wirkungen verantwortlich sein dürfte. Wie viele andere Pflanzen, die ätherisches Öl enthalten, zum Beispiel Pfefferminze oder Kümmel, hat die Gelbwurzel verdauungsfördernde und stoffwechselverbessernde Eigenschaften. Darüber hinaus werden für Curcuma in vielen Quellen positive Effekte bei entzündlichen Darmerkrankungen, bei Rheuma und bei äußerlicher Anwendung auf verschiedene Hauterkrankungen beschrieben. Schon seit längerem wurde vermutet, dass von Curcumin, einem natürlichen Pflanzenfarbstoff, der dem Curcuma seine kräftig gelbe Farbe verleiht, eine antientzündliche Wirkung herrührt. Neueste Forschungsergebnisse zeigen jetzt erstmals für diesen Farbstoff einen Wirkmechanismus auf, der dem von Kortison gleich kommt und die vermutete antientzündliche Wirkung belegt. Diese Forschungsergebnisse sind allerdings erst ein Anfang und bis zu einem zuverlässig wirkenden Arzneimittel ist es noch ein weiter Weg. Die Forscher weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass man mit einfachem Currypulver keine Entzündungen heilen kann.

 

Mein Tipp: Regelmäßig mit Curcuma oder Curry zu würzen, leistet aufgrund der vielen enthaltenen Vitalstoffe einen wertvollen Beitrag zu Ihrer Gesundheit und kann Ihre Verdauung und Ihren Stoffwechsel positiv beeinflussen. Wer den Geschmack von Curcuma oder Curry im Essen nicht mag, kann zum Essen auch ein Nahrungsergänzungsmittel mit Curcuma oder Curcumaextrakt einnehmen. Lassen Sie sich am besten vom Apotheker Ihres Vertrauens dazu beraten.

 

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger

Barrenstütz oder Dips to go...

Eine ebenso einfach wirkende aber dennoch sehr effektive Übung sind die Dips. Ursprünglich wurde diese Übung zwischen zwei Stangen ( Barren ) oder an den Ringen ausgeführt. Sie sind fester Bestandteil bei vielen Turnübungen. Wie alle hier vorgestellten Übungen könnt ihr die Dips einfach überall ausführen. Klassisch im Fitnessstudio an den entsprechenden Trainingsgeräten, aber auch wieder zu Hause, im Hotel oder draußen. Mit dieser Übung trainiert ihr eure Armmuskulatur, besonders die Oberarmrückseite, den Schulterbereich und die Brustmuskulatur.

Wir zeigen euch hier eine Möglichkeit mit den Dips zu trainieren.

 

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Ausführung:

  • Ihr stützt euch nach hinten auf einer Bank, einen Stuhl oder einen Tisch ab.
  • Die Beine sind nach vorne ausgestreckt , die Füße werden zum Körper herangezogen, das Körpergewicht liegt auf den Fersen.
  • Nun beugt ihr die Arme im Ellbogen an und bewegt euch damit nach unten.
  • Dann streckt ihr die Arme wieder und bewegt euch damit nach oben, die Arme immer leicht gebeugt lassen.

 

Je nachdem wie weit ihr die Bewegung ausführt, könnt ihr den Schwierigkeitsgrad anpassen.

Varianten sind zum Beispiel das anheben eines Beines oder die Arbeit mit mobilen Unterlagen unter den Füßen.

 

  • Ihr wiederholt diese Übung je nach Schwierigkeitsgrad 10-20 mal, in 3-4 Sätzen.

 

Dennis Gülden, Physiotherapeut, Osteopathie BAO, Kinderosteopathie, Personal Trainer, Dozent

Zink ein Tausendsassa

Zink gehört zu den sogenannten Spurenelementen. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Stoffen, die wir im Gegensatz zu Eiweiß, Fetten, Kohlenhydraten und Mineralstoffen nur in kleinsten Mengen von wenigen Mikrogramm bis Milligramm täglich benötigen. Das paradoxe an diesen Substanzen ist, dass wir ohne sie nicht leben können, in hoher Dosierung sind sie jedoch für uns gesundheitsschädlich. Zurecht kann man Zink als Tausendsassa bezeichnen, da es an zahlreichen sehr unterschiedlichen Stoffwechselvorgängen im menschlichen Organismus beteiligt ist. Dazu gehören zum Beispiel die Bildung von Hormonen, die Zellteilung, die Speicherung von Insulin und das Immunsystem. Ein Mangel an Zink beeinträchtig unter anderem unsere Abwehrleistung, führt zu Störungen bei der Bildung von Haut, Schleimhäuten, Nägeln und Haaren, beeinträchtigt die Fruchtbarkeit und den Alkoholabbau im Körper. Darüber hinaus weiß man von Zink, dass es die Virusvermehrung hemmen kann, weshalb es über seine Funktionen im Stoffwechsel hinaus unseren Organismus aktiv bei der Abwehr von zum Beispiel Erkältungsviren unterstützen kann. Symptome eines Zinkmangels können u.a. Wundheilungsstörungen, Appetitlosigkeit und Infektanfälligkeit sein. Der empfohlene Bedarf an Zink unter Alltagsbedingungen, wird mit täglich 7mg für Frauen und 10mg für Männer angegeben. Ein Mangel an Zink kann seine Ursachen in der Ernährung haben. Viele pflanzliche Nahrungsmittel enthalten relativ wenig Zink im Vergleich zu tierischen Lebensmitteln. Darüber hinaus ist Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln weniger gut verfügbar. Zu den besten Quellen mit dem höchsten Gehalt zählen Linsen und Hafer. Vegetarier und Veganer sollten deshalb ihre Zinkversorgung ganz besonders im Blick haben. Eine weitere Ursache für Zinkverluste ist starkes Schwitzen durch lange, intensive Sporteinheiten oder Saunieren. Mit einem Liter Schweiß verliert man etwa 1mg Zink.

Mein Tipp: Wenn Sie viel Sport treiben, oft saunieren, sich streng vegetarisch oder vegan ernähren, sollten sie unbedingt darauf achten, Zink in ausreichender Menge aufzunehmen. Neben der richtigen Lebensmittelauswahl, kann hierbei auch ein Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll unterstützen. Lassen Sie sich am besten vom Apotheker Ihres Vertrauens beraten.

 

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger

Faszienmobilisation

Auch wir kommen um dieses Thema nicht herum. Beginnend mit dem Fascia Research Congress 2007 an der Harvard Medical School in Boston um Dr. Robert Schleip, hielten die Faszien ihren Einzug in die Welt der Therapeuten, Ärzte, Trainer und natürlich der Patienten.

Heute gibt es Faszienkurse, Faszientraining, Faszienrollen…..

Besonders wertvoll finde ich die Forschung, welche noch lange nicht abgeschlossen ist für das Thema der Faszienbehandlungen im Rahmen der verschiedenen Therapiekonzepte für Jung und Alt. Richtig verstanden und angewandt, profitieren nahezu alle „Patientengruppen“ von der Arbeit an bzw. mit dem Fasziensystem.

Aber sind diese faszialen Strukturen wirklich neu? Nein, natürlich nicht. Sie nehmen aber Dank der Forschung immer mehr Stellenwert in der Medizin ein. Schon Dr. Andrew Taylor Still (1928-1917) hat über die Faszien geschrieben und ihnen damals schon einen sehr großen Stellenwert eingeräumt, natürlich unter anderen Gesichtspunkten als heute. Aber was sind nun die Faszien? Wozu dienen diese Strukturen? Können wir die Faszien beinflussen oder beinflussen die Faszien sogar uns Menschen? Diese und andere Fragen wollen wir in der nächsten Zeit mit einer Artikelserie beantworten. Außerdem werden wir uns mit den besonderen körperlichen Belastungen bei verschiedenen Sportarten und deren Zusammenhängen mit den Faszien beschäftigen.

 

Bei Wikipedia findet sich folgende Definition:

Faszie (auch Fascie, Entlehnung aus dem Lateinischen fascia für „Band“, „Bündel“) bezeichnet die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes, die den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk durchdringen. Hierzu gehören alle kollagenen faserigen Bindegewebe, insbesondere Gelenk- und Organkapseln, Sehnenplatten (Aponeurosen), Muskelsepten, Bänder, Sehnen, Retinacula (sogenannte „Fesseln“ beispielsweise an den Füßen) sowie die „eigentlichen Faszien“ in der Gestalt von flächigen, festen Bindegewebsschichten wie die Plantarfaszie an der Fußsohle. (1)

Einige Autoren verwenden gelegentlich eine engere Fasziendefinition, wonach nur flächige Strukturen als Faszien bezeichnet werden. Je nach Autor gehören dann Aponeurosen, Retinacula, die Fascia superficialis (Unterhaut-Fettgewebe) oder das intramuskuläre Bindegewebe mit dazu – oder auch nicht. Seit dem ersten internationalen Fascia Research Congress im Jahr 2007[2] haben sich die führenden Experten in diesem Feld auf den oben formulierten umfassenderen Faszienbegriff geeinigt. Diese neue Definition von Faszien ist im Wesentlichen deckungsgleich mit dem, was der Laie unter „Bindegewebe“ versteht (im Unterschied zum Mediziner, für den beispielsweise Knochen oder Knorpel ebenfalls Bindegewebe sind).[2]

Wie oben beschrieben, haben die Faszien also veschiedene Aufgaben im Körper.

Sie trennen und verbinden zugleich. Wenn wir bei einem Menschen alle Strukturen bis auf die Faszien entfernen würden, bliebe unsere äußere Erscheinung erhalten. Die Faszien übertragen die mechanischen Kräfte im Körper und sorgen im Zusammenspiel mit der Muskulatur und Teilen des Nervensystems für einen optimalen Bewegungsablauf im Körper. Durch ihre starke Präsenz im Körper, können sie allerdings auch Fehlstellungen und „falsche“ Bewegungsmuster initiieren und dadurch zu Schmerzen und Mehrbelastung auf die verschiedenen Körpersysteme führen. Außerdem dienen die Faszien als „Leitsystem“ für Gefäße, Nerven und das Lymphsystem. Faszien schützen aber auch unseren Körper, sowohl mechanisch als auch immunologisch. (3)

 

Literaturnachweis:

1./2. Fascia Research Congress Boston 2007/Wikipedia 3. NSF Konzept Dennis Gülden 2014

 

Faszienmobilisation

 

 

Faszienmobilisation:

  • Ihr sitzt im Langsitz auf dem Boden und überkreuzt die Beine.
  • Der Kopf wird gebeugt ( Kinn Richtung Brustbein ) und die Hände liegen locker auf den Beinen.
  • Nun bewegt ihr die Hände und den Oberkörper in Richtung der Füße, die Beine bleiben möglichst gestreckt.
  • Ihr haltet diese Position 30-60 Sekunden und wechselt dann das andere Bein nach oben.
  • Dies wiederholt ihr 2 mal pro Seite.

Mit dieser Übung mobilisiert ihr die gesamte hintere Faszienkette, plus Muskulatur und Anteile des Nervensystems.

 

Dennis Gülden, Physiotherapeut, Osteopathie BAO, Kinderosteopathie, Personal Trainer, Dozent