Kakao regt den Stoffwechsel an

Kaum jemand kann Kakaogetränken oder Schokoladenprodukten widerstehen. Was sie allerdings so besonders verführerisch macht, sind die Zutaten, allen voran Zucker, Milch und Sahne, die die feineren Aromen des Kakaos hervorheben, und Aromazusätze, wie zum Beispiel Vanillin. Denn Kakao im Rohzustand ist eigentlich herb und Bitter und der Sud, den Mayas und Azteken aus den Bohnen herstellten, ist geschmacklich nicht mit unserem Kakao vergleichbar. Die Kakaobohne ist, wie viele andere pflanzliche Rohstoffe auch, ein wahrhaftes Geschenk der Natur an uns Menschen. Denn sie enthält eine Vielzahl gesunder Vitalstoffe. Ihr natürlicher Gehalt an Serotonin und Dopamin, zwei Botenstoffen, die auch das menschliche Gehirn produziert, kann die Stimmung aufhellen und ist eine mögliche Erklärung dafür, warum Schokolade viele Menschen glücklich macht. Die im Kakao enthaltenen Flavanole haben laut aktueller Studienergebnisse einen positiven Einfluss auf die Blutgefäße und können zur Herz-/Kreislaufgesundheit beitragen. Der Inhaltsstoff Theobromin ist chemisch mit Coffein verwandt. Er hat wie sein Verwandter unter anderem anregende, wassertreibende und herzstimulierende Wirkungen, ist aber deutlich schwächer. Theobromin soll aufgrund seiner stoffwechselanregenden Wirkung möglicherweise Übergewicht vorbeugen können. Davon gehen zumindest amerikanische Forscher aus, die den Zusammenhang zwischen Schokoladenkonsum und dem Körpergewicht untersuchen wollten. Bei der Befragung von 1000 Menschen im Alter von 20 bis 85 Jahren ergab sich, dass diejenigen Personen, die regelmäßig Schokolade aßen, einen niedrigeren Body-Mass-Index hatten, als Personen, die selten naschten. Solche Befragungen sind natürlich kein eindeutiger wissenschaftlicher Nachweis. Sie sind nur so zuverlässig, wie die Testpersonen auch die Fragen ehrlich beantworten und wie es um die tatsächliche tägliche Kalorienzufuhr steht. Kein Nährmittel dieser Welt kann etwas daran ändern, dass unser Körpergewicht im Wesentlichen davon abhängt, wieviele Kalorien wir zu uns führen und wieviele wir davon wieder verbrauchen. Bei einer bewussten und gesunden Ernährung in Verbindung mit einem aktiven Lebensstil, können stoffwechselaktivierende Stoffe jedoch dazu beitragen, dass wir die Pfunde leichter verlieren. Wer viel Schokolade isst, isst auch viele Kalorien. Ob der Schokoladenkonsum gesund ist oder nicht, hängt deshalb erheblich von der Menge ab.

Mein Tipp: Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, darf ruhig regelmäßig Schokolade essen, aber bitte nur kleine Mengen. Am gesündesten sind herbe Schokoladen mit einem hohen Kakaoanteil. Sie enthalten nicht nur mehr Vitalstoffe, sondern zugleich auch viel weniger Zucker. Wer die Bitterschokoladen nicht mag und/oder Kalorien einsparen möchte, muss nicht auf das Gute im Kakao verzichten. Es gibt Produkte, die Kakaoextrakte enthalten. Lassen Sie sich am besten vom Apotheker Ihres Vertrauens beraten.

 

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger    

Liegestütz

Der Liegestütz ist wohl eine der beliebtesten und auch effektivsten Übungen, die wir aus dem freien Training kennen. So wie bei vielen anderen freien Übungen auch, bietet sich der große Vorteil, dass wir die Push-Up's oder Press-Up's (englische Schreibweise der Liegestütze) überall ausführen können und keine Geräte zum trainieren benötigen. Egal ob wir im Fitnessstudio sind, zu Hause, im Hotel oder Büro, hier gibt es keine Ausreden. Sehr gut eignet sich der Liegestütz auch als Zwischenübung bei anderen Trainingseinheiten, zum Beispiel beim Laufen. Wir sehen die Push Up's immer wieder auch als Teil verschiedener Kombinationsübungen. Eine der bekanntesten Varianten sind die Burpees, die wir in einem anderen Beitrag separat besprechen werden.

Bei den Liegestützen trainiert ihr hauptsächlich die Brustmuskulatur, den gesamten Schultergürtel und die Oberarmrückseite. Ihr könnt die Übung klassisch auf dem Boden oder jeder geraden Fläche ausüben. Alternativ könnt ihr "wacklige" Unterlagen wie zum Beispiel das Balance Pad nutzen, um die Schwierigkeit zu erhöhen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Füße etwas erhöht aufzustellen, zum Beispiel auf einen Stuhl oder beim Laufen draußen auf einer Bank.

Eine etwas leichtere Ausführungsmöglichkeit besteht darin, dass ihr euch mit den Händen auf der Bank oder einem Stuhl abstützt.

Ausführung:

  • Ihr begebt euch in die Liegestützposition, die Hände ungefähr Schulterbreit auseinander.
  • Die Füße stehen auf den Zehenspitzen und der Körper ist gerade durchgestreckt.
  • Ihr beugt die Arme mindestens in einen 90 Grad Winkel und nähert euch damit dem Boden an.
  • Dann streckt ihr die Arme wieder und bewegt euch vom Boden weg.
  • Alternativ könnt ihr den Abstand eurer Hände variieren und die Arme mehr oder weniger beugen.

 

Ihr könnt die Liegestütze nach Belieben und Leistungsfähigkeit wiederholen und steigern.

 

Bunt macht gesund

Haben Sie schon einmal etwas von sekundären Pflanzeninhaltsstoffen gehört? Man unterscheidet die Stoffwechselvorgänge bei Pflanzen in primäre und sekundäre. Zu den primären Stoffwechselvorgängen gehören alle Abläufe, die dem unmittelbaren Lebenserhalt der Pflanzen dienen. Zum Beispiel die Energiegewinnung aus Kohlendioxid im Rahmen der Photosynthese. Die chemischen Verbindungen, die eine Pflanze in diesen Vorgängen herstellt, nennt man dementsprechend Primärmetabolite, vereinfacht übersetzt primäre Pflanzeninhaltsstoffe. In den sekundären Stoffwechselvorgängen entstehen zahlreiche Substanzen, die eine Pflanze nicht zwingend zum Leben benötigt, die ihr jedoch beim Überleben und Fortbestand hilfreich sind. Dazu gehören beispielsweise Bitterstoffe, die Tiere vom Fressen der Pflanzen abhalten, Farbstoffe, die die Blüten färben und Insekten anlocken oder ätherische Öle, die gegen Bakterien und Pilze wirken, von denen einige auch Pflanzen befallen können. Um die positiven Wirkungen der ätherischen Öle wissen wir schon sehr lange in der Pharmazie und nutzen sie zur Behandlung oder Linderung von Erkrankungen. Tees, Säfte und Tinkturen aus Pfefferminze, Rosmarin, Salbei und anderen aromatischen Kräutern kennt fast jeder. Auch die Wirkstoffe aus vielen anderen gängigen Heilpflanzen, die allesamt dem sekundären Stoffkreislauf entstammen, haben wir längst identifiziert. Doch in Pflanzen gibt es nicht nur Wirkstoffe, im eigentlichen medizinischen Sinne, sondern auch zahlreiche weitere Substanzen, die keine unmittelbare Heilwirkung aber einen hohen gesundheitlichen Nutzen haben. Immer mehr wissenschaftliche Veröffentlichungen zeigen auf, dass wir beim Verzehr von Obst und Gemüse nicht nur wichtige Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe zu uns nehmen, sondern auch von zahlreichen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen profitieren. Viele Farbstoffe haben antioxidative Eigenschaften und schützen unseren Körper vor Schäden durch freie Radikale, die durch UV-Strahlung, Stress, hohe körperliche Beanspruchung, Rauchen oder ungesunde Ernährung entstehen. Zu diesen Farbstoffen zählen die Carotinoide, die Möhren, Paprika, Tomaten und andere Gemüse rot und orange färben, Anthocyane, die für die kräftigen blaurötlichen Farben verschiedener Obstsorten verantwortlich sind und Flavonoide, die wichtigste Gruppe der Blütenfarbstoffe, für die auch zahlreiche arzneiliche Wirkungen nachgewiesen wurden.

 

Mein Tipp: Gestalten Sie Ihr Leben bunt. Essen Sie möglichst oft farbiges Gemüse und Obst, oder trinken Sie regelmäßig Gemüsesäfte aus Tomaten, Möhren und anderen farbigen Gemüsen. Auch Früchtetees enthalten neben zahlreichen anderen Vitalstoffen wertvolle Pflanzenfarbstoffe und sorgen für Abwechslung in der Ernährung.

 

Bleiben Sie gesund!

Herzlichst Ihr Apotheker Andreas Binninger

Seitstütz

Die ersten Wochen des Jahres laufen und wir sind bereits mit einigen Übungen ins Training gestartet. Freie Übungen mit und ohne Geräte sind der Schwerpunkt unserer Serie bei NOWEDA für mich. Das so genannte Core Training bezeichnet Übungen, die vorwiegend die Körpermitte ansprechen, den Kern des Körpers. Dazu zählen primär die geraden und die schrägen Bauchmuskeln, die tiefliegende Rückenmuskulatur. Am Rumpf befinden sich einerseits viele Muskeln und Faszien und gleichzeitig sehr viele Kreuzungspunkte von Muskel- und Faszienketten.

Unsere Muskulatur und die Faszien können wir im sogenannten myofaszialen System zusammen fassen. Diese myofaszialen Ketten verbinden unseren Rumpf mit den Extremitäten, also den Armen und Beinen. Ein stabiler Oberkörper ist entscheidend für die Bewegungen des gesamten Körpers. Eingebettet in das myofasziale System des Rumpfes liegt das Zwerchfell, unser Hauptatemmuskel, das heißt, ein stabiler Oberkörper hat ebenfalls positiven Einfluss auf unsere Atmung.

 

Ausgangsstellung:

Ihr begebt Euch in den Seitstütz, der Ellbogen des Stützarms befindet sich in einer Linie zur Schulter auf der Matte. Das oben liegende Bein setzt Ihr etwas vor das unten liegende Bein auf der Matte auf. Oberkörper, Becken und das oben liegende Bein bilden eine Linie. Alternativ zur Matte stützt ihr Euch auf einem Gymnastikball oder Balance-Pad ab.

 

Seitstütz

 

Ausführung:

Den anderen Arm streckt Ihr nach oben zur Decke, ebenfalls in einer Linie zur Schulter. Dies haltet ihr 30-60 Sekunden, bevor Ihr den Arm wieder herunter nehmt. Macht fünf Wiederholungen und wechselt danach die Seite.
Mit dieser Übung trainiert Ihr die Oberkörperstabilität.

 

Dennis Gülden, Physiotherapeut, Osteopathie BAO, Personal Training