Der Single Squat

Die Weihnachtstage sind vorüber und beim Blick auf die Waage stellen viele dies auch am Gewicht fest. In diversen Zeitschriften finden wir ab jetzt wieder die ultimativen, noch nie da gewesenen Diäten, Tipps und Tricks zur Gewichtsreduktion und Ideen zum Wohlfühlgewicht. Wir alle können die Trainingswelt nicht neu erfinden und wollen dies auch nicht. Vielleicht können wir euch aber etwas motivieren und unterstützen. Nehmt es selbst in die Hand und bewegt euch. Es ist egal was ihr macht - laufen, walken, schwimmen oder sonst irgendetwas. Wichtig ist etwas zu finden was euch Spaß macht, das ist die halbe Miete. Mit Freude zu trainieren ist das Beste was euch beim Sport passieren kann. Dies motiviert auch dann wenn es mal nicht so gut läuft, wenn das Training auch mal "weh" tut. Ihr werdet diese Phasen beim Sport immer mal wieder haben. Beim letzten Training ist noch alles super gelaufen und heute denkt ihr, es geht gar nichts. Die Übungen fallen euch total schwer und die Laufstrecke zieht sich wie Kaugummi. Dann heißt es trotzdem weiter machen und nicht aufgeben. Ihr werdet vielleicht erschöpft sein, aber könnt auch stolz darauf sein, dass ihr durchgehalten habt. Setzt euch realistische Ziele. Für den einen ist es einen Marathon zu laufen und für die anderen einfach nur den Weg zum Bäcker nicht mehr mit dem Auto zu fahren. So lange ihr mit Spaß und Freude dabei bleibt, werdet ihr diese Ziele erreichen.

Wir beginnen heute mit einem Klassiker unter den Übungen, dem Single Squat.

Mit dieser Übung trainiert ihr eure gesamte Beinmuskulatur inkl. Gesäß. Außerdem arbeitet ihr mit dieser Übung an eurer Oberkörperstabilität.

 

Ausführung:

 

  • ihr startet aus dem Stand, macht einen Schritt nach vorne und beugt das vordere Bein an, macht also eine Kniebeuge
  • während der Kniebeuge führt ihr beide Arme über die Seite nach oben, die Hände berühren sich über dem Kopf und ihr spannt die Bauchmuskulatur an
  • dann kehrt ihr in die Ausgangsposition zurück und wechselt das Bein
  • je nach Trainingszustand haltet ihr die Position zwischen 5 und 20 Sekunden und macht im Wechsel 5 -12 Wiederholungen pro Bein
  • nach 60-90 Sekunden Pause wiederholt ihr dies 3 Mal

 

squat

 

Diese Übung könnt ihr überall durchführen, ohne Geräte. Ob während des Lauftrainings, in der Mittagspause im Büro oder auch im Hotelzimmer.
Einfach und sehr effektiv. Weitere Varianten dieser Übung folgen.

 

Dennis Gülden, Physiotherapeut, Osteopathie BAO, Kinderosteopathie, Personal Trainer, Dozent

Tee – Wellness für Körper und Geist

Tee – Wellness für Körper und Geist

Tee ist nicht nur eines der ältesten Genussmittel der Welt, sondern auch eine der ältesten Arzneiformen. Die Ursprünge unserer heutigen, nordeuropäischen Arzneipflanzentherapie gehen bis auf die Mitte des ersten Jahrtausends nach Christus zurück. Dort waren es vor allem Klöster, die sich mit den heilenden Wirkungen von Bädern, Salben und Tees aus Kräutern beschäftigten. Der Begriff Tee wird hierbei im Deutschen allerdings falsch verwendet. Korrekterweise bezeichnet das Wort Tee nur die echte, in Asien beheimatete Teepflanze bzw. deren getrocknete Blätter sowie die daraus gewonnenen Heißgetränke. Aus anderen Kräutern, Rinden, Wurzeln und Früchten hergestellte Tees, werden im englischsprachigen Raum zur Unterscheidung vom echten Tee als (herbal) infusion bezeichnet und auch im Apothekersprachgebrauch heißt ein Aufguss mit heißem Wasser ganz allgemein Infus und nicht Tee. Doch lassen Sie uns einfach bei unserem Sprachgebrauch bleiben.

Ich bin von Kindstagen an begeisterter Teetrinker. Mich fasziniert die Aromenvielfalt und der gesundheitliche Mehrwert der zahlreichen verschiedenen Sorten. Tees, egal ob klassisch, Kräuter- oder Früchtetees, sind wahrhaft Wellness für Körper und Geist. Das beginnt mit dem Duft, der lieblich, sanft, betörend, süßlich, würzig, rauchig, herb, scharf oder ätherisch sein kann und zum Träumen, Nachdenken oder Entspannen einlädt. Es geht weiter mit den teils wunderschönen Farben, die die Phantasie anregen und endet nicht zuletzt mit den positiven Wirkungen, die Tees auf unseren Organismus haben können. Tees sind je nach Zutat u. a. Lieferanten von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, die wir tagtäglich benötigen, von sekundären Pflanzenstoffen, die freie Radikale bekämpfen und ätherischen Ölen, von denen einige zum Beispiel antibakterielle, krampflösende oder verdauungsfördernde Wirkungen aufweisen. Ich kenne deshalb keinen Tee, dem ich neben dem reinen Genuss nicht auch etwas Positives für unsere Gesundheit abgewinnen kann. Tees kann man das ganze Jahr über trinken. Mit Scharfstoffen aus Ingwer oder Pfeffer wärmen sie im Winter von innen, kalt sind sie im Sommer perfekte kalorienfreie Durstlöscher.

 

green melissa herbal tea in glass cup on wooden background

 

Mein besonderer Tipp für die besinnlichen Tage zum Jahresende: Nehmen Sie sich doch
jetzt mal eine Auszeit mit einem herrlichen Tee aus Melisse. Er wirkt beruhigend und kann Sie dabei unterstützen den Alltagsstress hinter sich zu lassen, abzuschalten und etwas zur Ruhe
zu kommen, damit Sie mit neuer Energie in das Jahr 2017 starten können.

 

Ihr Apotheker Andreas Binninger

Meditieren für Anfänger

Meditieren für Anfänger

Im Alltag springen unsere Gedanken oft von einem Thema zum nächsten. Wir fühlen uns gestresst und haben das Gefühl, nicht mehr zur Ruhe zu kommen.
Dann kann Meditation helfen, den Geist zu beruhigen und sich seiner inneren Mitte zu besinnen – um so neue Energie für den Alltag zu sammeln.

 

Das Wort Meditation kommt vom lateinischen meditatio und wird abgeleitet von dem Verb meditari, was soviel wie „nachdenken, nachsinnen, überlegen“ bedeutet.
Das zeigt: Meditation hat viele Gesichter, was vor allem Anfängern oft nicht bewusst ist.

 

  • Achtsam spazieren gehen ist Meditation.
  • Eine achtsame Tätigkeit ausüben ist Meditation.
  • Eine Yoga-Übung ausführen ist Meditation.
  • Konzentrierte Atemzüge sind Meditation.

 

Diese Übungen sind also ein guter Anfang, um sich vorsichtig an das Thema Meditation heranzutasten. Wenn du dich bereit fühlst, es auch mit der „klassischen“
Mediation zu versuchen und lernen möchtest, deine Gedanken zu kontrollieren, haben wir hier einige Tipps für den Start zusammengestellt:

 

  • Such dir einen Platz, an dem du ungestört bist. Telefon und andere Störquellen einfach abschalten!
  • Finde eine bequeme Position – es muss nicht immer der Lotus-Sitz sein. Auch deine Kleidung sollte möglichst gemütlich sein, damit du nicht unnötig abgelenkt wirst.
  • Leise Hintergrundmusik kann helfen – muss es aber nicht. Falls du dich mit Musik besser konzentrieren kannst, wähle ruhige Klänge.
  • Lenke nun die Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Atme langsam und tief durch die Nase in den Bauch ein – und ebenso langsam wieder aus.
  • Versuche nun, deine Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen.

 

Den Gedankenlärm abzustellen, klingt oft aber leichter als es ist. Hier macht Übung den Meister! Daher empfiehlt es sich, ganz entspannt zu bleiben: wenn Gedanken kommen, lassen, lass sie einfach weiterziehen - wie die Wolken am Himmel. Wenn ein Gedanke aufkommt wie zum Beispiel: „Nachher muss ich noch einkaufen.“, dann akzeptiere diesen Gedanken, würdigen ihn und setzen ihn gedanklich auf eine vorbeiziehende Wolke. Das hilft uns, den Gedanken loszulassen.

 

Für den Anfang reichen schon zehn Minuten „Training“. Steigere die Zeit nach und nach auf 30 Minuten. Dabei gilt die Faustregel: Lieber kurz und entspannt, als lange und gestresst.

 

Viel Spaß beim Entspannen!

Seien Sie achtsam zu sich selbst

Seien Sie achtsam zu sich selbst

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und viele Menschen sehnen sich nach Ruhe und Erholung. Selbst die besinnliche Vorweihnachtszeit ist für die meisten von uns geprägt durch Stress. Schnell noch die letzten Unterlagen bearbeiten, verschiedene Weihnachtsfeiern besuchen und zu guter Letzt die Geschenke besorgen. Wir hetzen durch überfüllte Straßen und Geschäfte, um alles rechtzeitig zu bekommen. Vielleicht kann diese Zeit zum Ende des Jahres aber auch eine Chance sein, um wieder etwas zu uns selber zu finden. Wenn wir über das Jahresende sprechen, kommen wir um die guten Vorsätze nicht herum. Mehr Sport, gesünder essen und mehr Zeit für uns selber, die Familie und Freunde. Die Idee ist gut, sie ist sogar sehr gut. Lasst uns aber darauf achten, dass diese Vorsätze nicht zu einem Dogma werden und uns schon zu Beginn des neuen Jahres wieder unter Strom setzen.

Sich Ziele zu setzen ist nicht falsch, weder beruflich noch privat, mit Ehrgeiz darauf zu achten, dass wir diesen Zielen näher kommen, auch nicht. Achten sollten wir aber auch auf uns selber. Es ist schier unmöglich für die meisten immer alles perfekt zu machen und dies muss auch nicht sein. Was heißt das aber im täglichen Leben? Achtsamkeit ist ein Schlagwort welches wir in diesem Zusammenhang immer wieder hören. Achtsam zu sein, zu sich selber und unserem Gegenüber. Nein sagen zu können und zu dürfen wenn es einfach mal nicht passt, wieder zu lernen den Signalen unseres Körpers zu lauschen und diese zu verstehen. In den kommenden Artikeln und Fachbeiträgen werden wir uns verschiedenen Themen aus dem Bereich Fitness, Training und Gesundheit widmen. Das Konzept der Osteopathie und verschiedene Körpertherapien werden ebenfalls große Inhalte darstellen. Wir wollen keine Trainer oder Oberlehrer sein, sondern Ansprechpartner und Ratgeber in den eben genannten Bereichen. Was ist das Ziel körperlichen Trainings und der meisten Körpertherapieformen? Der Osteopath Dr. Rollin Becker hat es sehr schön formuliert: "Wir wollen ein Umfeld für Veränderung herstellen".

In diesem Sinne freue ich mich auf eine spannende Artikelserie.

Dennis Gülden, Physiotherapeut, Osteopathie BAO, Kinderosteopathie, Personal Training